Etosha Nationalpark
Tiere und Weite
Der Etosha Nationalpark gehört zu den großen Naturwundern Namibias. Rund um die riesige weiße Salzpfanne entfaltet sich eine Landschaft, die gleichzeitig karg und voller Leben ist. Büsche, Steppe, trockene Ebenen – und mittendrin: Elefanten, Löwen, Zebras, Giraffen und Antilopen.
Insgesamt verbrachten wir vier Nächte im Park: zwei im Okaukuejo Camp im Süden und zwei im staatlichen Camp im Osten. Beide einfach, funktional – aber mit fantastischer Lage und ganz eigenem Charakter.
Etosha South – Bühne am Wasserloch
Das Camp im Süden war einfach, aber sein Wasserloch war die große Attraktion. Besonders abends wurde es lebendig: Nashörner, Zebras, Giraffen, Springböcke – alle kamen vorbei, als wäre es verabredet. In der warmen Abendsonne wirkte alles wie inszeniert, ruhig und doch voller Spannung der anstehenden Tiersichtungen bei Anbruch der Dunkelheit.
Etosha East – Horizont ohne Ende
Im östlichen Teil des Parks erlebten wir eine andere Dimension: Weite, Licht und ein atemberaubender Blick über die Etosha-Pfanne. Ich dachte kurz, die Erde sei tatsächlich eine Scheibe – und genau dort hinten, am Horizont, beginne der Abgrund.
Unvergesslich auch unser abendlicher Besucher: ein Elefant, der sich offenbar an das Abwasserrohr unserer Unterkunft gewöhnt hatte. Ganz ruhig kam er jeden Abend vorbei, trank direkt am Haus und verschwand wieder lautlos in die Dämmerung.
Tiersichtungen den ganzen Tag
Wir waren mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs – langsam, suchend, oft staunend. Löwen, Elefanten, Gnus, Strauße. Manche Tiere kreuzten ganz nah unseren Weg, andere blieben nur ein Schatten in der Ferne. Etosha war wild, weit – und voller Leben.
Der Abendliche Besucher
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